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Psychophysikalische Methoden und Ergebnisse in der Bezugssystemforschung: Die Rolle des Gedächtnisses im Reizgeneralisationsversuch Achim Elfering

Psychophysikalische Methoden und Ergebnisse in der Bezugssystemforschung: Die Rolle des Gedächtnisses im Reizgeneralisationsversuch

Achim Elfering

Published October 28th 2009
ISBN : 9783839107478
Paperback
120 pages
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 About the Book 

Die Wahrnehmung unserer Umwelt erfolgt nicht in absoluter, sondern in relativer Weise. Physikalisch identische Reize können in Abhängigkeit von situativen und individuellen Bedingungen unterschiedlich wahrgenommen und beurteilt werden. DieMoreDie Wahrnehmung unserer Umwelt erfolgt nicht in absoluter, sondern in relativer Weise. Physikalisch identische Reize können in Abhängigkeit von situativen und individuellen Bedingungen unterschiedlich wahrgenommen und beurteilt werden. Die Reizbeurteilung ist hierbei abhängig vom Reizkontext.Die perzeptiv-kognitiven Verarbeitungprozesse, die den Kontexteffekten zugrundeliegen, sind im einzelnen noch weitgehend unbekannt. Mit dem Reizinformations-Integrationsmodell von Sarris und Zoeke (1985) konnte - basierend auf lerntheoretischen Versuchsparadigmen - bereits eine kontextmodifizierende Funktion der Reizerfahrung nachgewiesen werden. Ziel der vorliegenden Arbeit war eine vertiefende Prozeßanalyse, die insbesonders kontextrelevante Funktionen des visuellen Kurzzeitgedächtnisses einbeziehen sollte. Dabei wurde mit Anstieg der gedächtnisrelevanten Aufgabenschwierigkeit eine korrespondierende Zunahme der Kontextwirkung erwartet.Es wurden vier Experimente durchgeführt, an denen insgesamt 210 ProbandenInnen teilnahmen. Hierbei kam methodenvergleichend ein Diskriminations-Generalisations-Paradigma und eine Matching-to-Sample-Aufgabe zum Einsatz. Bezüglich beider Aufgabentypen wurde eine gedächtnisrelevante Variation zeitdynamisch bedeutsamer Aufgabenmerkmale vorgenommen.Die Variation gedächtnisrelevanter Aufgabenparameter hat bei beiden Aufgabentypen deutliche Effekte bewirkt, die die Annahme einer kontextrelevanten Beteiligung des visuellen Kurzzeitgedächtnisses an den perzeptiv-kognitiven Verarbeitungsprozessen stützen.Die Konzeption eines biopsychologischen Prozeß-Modells am Beispiel der Delayed-Matching-to-Sample-Aufgabe wird als Grundmodell einer Ähnlichkeitsbeurteilung im Rahmen des Ähnlichkeits-Klassifikationsmodells diskutiert. Für den aufgabenvergleichend-prozeßorientierten Ansatz werden abschließend weitere Forschungsperspektiven dargestellt.